Arktis Droneproject: Geisterstadt Immerath

von Rainer Wolf am 23. April 2016 in Allgemein

Wenn ein ganzes Dorf verschwindet und sich die Abrissbagger unaufhaltsam von allen Seiten auf die Kirche von Immerath vorarbeiten liegt eine beklemmende Stimmung in der Luft, die förmlich greifbar ist. Auf der Suche nach einer Filmkulisse gelangten wir an diesen dem Untergang geweihnten, traurigen Ort. Verrammelte Türen, eingeschlagene Fenster, eine zurückgelassene Stoffpuppe auf der Treppenstufe und überall wucherndes Unkraut über Gehwege, Straßen und Häuserfassaden. Totale Stille, wäre da nicht das Geräusch der Bagger, bei Ihren Abrissarbeiten. Ein fast unwirklicher Ort, der keiner mehr ist. Ausgestorben, kein Mensch zu sehen. Wir nehmen Euch heute einmal mit auf einen der wahrscheinlich letzten Überflüge über das ausgestorbene Immerath, denn schon 2017 sollen hier die großen Braunkohlebagger anrollen und nichts von alledem wird mehr existieren. Die Bewohner von Immerath wurden schon längst umgesiedelt, lediglich ein paar standhafte Bürger sind zurückgeblieben und erleben den Abriss und Verfall Ihres Dorfes hautnah. Hilflos haben sie mahnende Sprüche an Ihre Wände gesprüht, doch das wird die Bagger auch nicht aufhalten…


 
Derzeit kümmern wir uns um die Drehgenehmigung für Aufnahmen für unseren nächsten Wolffilms-Film „SERUM 43“. Immerath gehört heute der RWE Power. Alternativ haben wir noch andere Lost-Places auf unserer Setliste.