Das ist kein Bug, das ist ein Dropbox-Feature…

von horchposten am 26. Januar 2017 in Allgemein

Dropbox-User staunten in den vergangenen Tagen nicht schlecht, denn auf einmal wurden ihnen Dateien wieder angezeigt, die sie längst gelöscht hatten. Laut Eigenwerbung ist Dropbox der ideale Aufbewahrungsort für Fotos, Videos, Dokumente und sonstige Dateien – und wenn ein User beispielsweise Fotos löscht, dann werden diese vom amerikanische Speicherdienst normalerweise innerhalb von 60 Tagen auch auf den Dropbox-Servern gelöscht. Doch jetzt bekamen einige User sogar Dateien wieder angezeigt, die sie bereits vor 8 Jahren gelöscht hatten! Sagt Dropbox über seine Löschpraxis die Unwahrheit? Oder handelt es sich hier um einen massiven Bug? Nun – ein Dropbox-Mitarbeiter erklärt es im Forum des Unternehmens wie folgt:

„(…) Deleted files and folders impacted by this bug had metadata inconsistencies. So we quarantined and excluded them from the permanent deletion process until the metadata could be fixed. (…)“

Ach so! Die Dateien wurden einfach jahrelang unter Quarantäne gestellt. Wegen inkonsistenter Metadaten. Das erklärt natürlich alles, zumal Quarantäne auch noch so schön nach Schutz und Sicherheit klingt. Auf Facebook oder im Corporate-Blog hat sich Dropbox bisher nicht zum Thema geäußert, dafür lästert die Internet-Community über das (bisher unbekannte) Dropbox-Feature. Scheint so, als hätten die Amerikaner ihr Werbeversprechen eines idealen Aufbewahrungsorts etwas zu wortwörtlich umgesetzt…