Für Profis: Der iPhone Quadrocopter Helios 400

von Rainer Wolf am in Allgemein,iPad,iPhone

Neben diesem neuen HighTech Fluggerät für iPhone Anwender sieht die Parrot AR.Drone aus wie ein billiges Spielzeug. Der Quadrocopter Helios 400 lässt sich einfach via App mit iPhone oder iPad steuern, beschleunigt bis zu 80 km/h (!!!), trägt bis zu 1 kg Nutzlast (perfekt für geniale Luftbilder und Videos), hat eine faszinierende Reichweite von unglaublichen 2 km (statt 20 m bei der AR.Drone) und ist in 5 Vollgas Sekunden so hoch, das man ihn kaum noch sieht. Klar, der Spaß kostet dann auch gleich deutlich mehr als die Parrot AR.Drone, mit 1199,- Euro ist man beim Quadrocopter Helios 400 dabei. Dafür ist das Gadget dann aber auch sofort startklar und bereits von den Ingenieren aus dem Hause Schreiner perfekt eingeflogen. Wenn Ihr also noch ein außergewöhnliches Geschenk für Euch zum nächsten Weihnachtsfest sucht, wie wär´s mit dem Quadrocopter Helios 400? 😉

Der Quadrocopter Helios 400 mit iPhone App Steuerung

Der Quadrocopter Helios 400 mit iPhone App Steuerung

Puristisches Design

Puristisches Design mit 4 kraftvollen Propellern made in Germany

Zwanni Oktober 22, 2011 um  Uhr

ich will sie nicht enttäuschen, aber der Helios 400 ist NICHT über iPhone steuerbar, sondern benötigt eine RC-Funkfernsteuerung. Und dafür ist er einfach nur überteuert (ohne Kamera etc. gibt es die Quadrocopter schon für ~300 Euro im Eigenbau).

Rainer Oktober 23, 2011 um  Uhr

Doch doch, laut hersteller ist das Ding explizit neuerdings auch über iPhone steuerbar.

Zwanni Oktober 23, 2011 um  Uhr

stand auch mal bei Apfelticker. Wurde aber scheinbar wieder gelöscht und somit ist das hier die einzige Quelle. Worüber soll auch die Steuerung laufen? 2km mit Wifi? Unwahrscheinlich ;).

Gregor Adis Oktober 24, 2011 um  Uhr

Hallo, ich möchte hier im Namen des Herstellers etwas für Klarheit sorgen 🙂
Es funktioniert mit dem Iphone und es braucht ein zusätzliches Modul bzw. den Graupner Sender.
Das Iphone bzw. der Ipod nutzt den Sender über die LS Buchse als Übertrager. Daher die ordentliche Reichweite dank legaler 100 mw Sendeleistung. Weiterhin wird es ein Jacket geben das es ermöglicht das Iphone ohne Sender zu nutzen. Das Jacket enthält das Sendemodul und eine spezielle Antenne.

Grüße
Gregor Adis

A. Schlesinger April 3, 2012 um  Uhr

Leider enttäuscht der Helios 400 auf breiter Linie:

– Mechanik:
* Beim Auspacken fällt mir als erstes das wackelige Landegestell auf. Die Schrauben sind nicht angezogen. Um diesen Fehler zu korrigieren, muss die untere und obere Haube demontiert werden, da die Schrauben unverständlicher weise nur aus dem Inneren heraus angezogen werden können.
* Dazu müssen die 28 schwarzen Plastikpins, die normalerweise für Einwegmontage gedacht sind, aus den Bohrungen gefummelt werden. Das ist extrem umständlich und gleicht einer Sisyphosarbeit. Dies ist deutlich unter dem heute üblichen Standard und benötigt so zu Auf und Zuschrauben gesamt eine gute halbe Stunde. Ohne sonst etwas getan zu haben.
* Um die Unterschale vom Gestell zu bekommen, müssen die am Ultraschallsensor montierten Kabel durch einen Schlitz am Traggestell gefädelt werden. Dabei ist der Abstand im Gestell zu klein und ein Biegen am Gestell ist notwendig.
* Das Kabel vom Ultraschallsensor steckt nur zur Hälfte im Controllerboard, ist vor einem Herausrutschen nicht gesichert. Es kann auch nicht weiter hineingesteckt werden, da hier der Stecker nicht zur Buchse passt.
* Schlechte Lötstellen an den Sensorkabeln. Einfach Heisskleber über die im rechten Winkel gelöteten Kabellötstellen gegloddert: Bruchgefahr!
* Graupner Hott-Empfänger ist auf den Rahmen geklebt. Eigentlich sollte er im schwingungsgedämpften Bereich angebracht sein, er ist aber unter Spannung mit dem vibrierenden Bereich Verklebt, so dass die dämpfende Wirkung für das Sensor/Controllerboard aufgehoben wird und der Empfänger mechanisch gestresst ist.
* An den Kabeln zum Empfänger klebt der Lack der oberen Haube, die von innen lackiert ist. Offensichtlich war der Lack noch nicht trocken bei der Montage, so dass der Lack von der Haube abriss und an den berührenden Kabeln anklebte.
* Der Lack scheint ohne Primer/Grundierung aufgebracht: Leichtes Drücken oder Vibrationen lassen ihn sehr leicht von der Haube splittern, auch im Bereich des Ackuschachtes, so dass der Helios sehr schnell ziemlich verrupft aussieht und Lacksplitter und Lackstaub im Inneren zu finden sind.

– Bedienungsanleitung:
* Sie ist in der Version V1.5 noch schauderhaft fehlerhaft. Die Drehrichtung der Rotoren ist falsch beschrieben, zeigt noch eine Version mit oben liegenden Motoren. Das führte dazu, dass der erste Startversuch gründlich in die Hose ging.
* Nicht zusammenpassende Bilder und Texte.
* Keine genaue Beschreibung der drei verschiedenen Flugverhalten.
* Keine Beschreibung der empfohlenen Luftschrauben oder Motoren.

– Flugverhalten:
* Automatische Kalibration des Kopters ist mangelhaft, trotz sorgfältiger Kalibration rollt der Kopter nach dem Start weg und es muss von Hand nachgetrimmt werden.
* Er ist nicht wirklich stabil, regelt stark nach (youtube-videos ansehen und auf die deutlichen Ausregelgeräusche der Motoren achten), vielleicht liegt es an dem Pusher-Prinzip, die Motoren liegen unten und schieben. Daher ist das Ding vielleicht etwas wackeliger. Vor allem bei Wind.
* Das Pusher-Prinzip ist mit dem schmalen, zudem noch leicht V-Förmigen Landegestell eine Kostenfalle: Unebenes Landeterrain oder leichtes Driften beim Landen, das wegen der geringeren Flubstabilität kaum vermieden werden kann, quittiert der Kopter mit dem Bruch von mindestens zwei Luftschrauben. Die Motorachsen und Lager dürfen das seitliche Abkippen auffangen. Fast alle anderen Kopter haben an den Auslegern Landestützen, nicht ohne Grund. Hier dienen die Motoren und Luftschrauben dazu, unsaubere Landungen abzufangen, dies tun sie auch, äusserst Kostenintensiv!

– Ausbaufähigkeit:
Durch das geschlossene Kontrollerboard ist eine Ausbaufähigkeit praktisch nicht gegeben. Nicht vom Nutzer frei programmierbar. Kein GPS, keine Wegpunkte, damit keine ordentliche Kamerasteuerung, theoretisch könnte das Ding auch Lasten tragen, aber ohne ordentliche Stabilisierung (Pusher-Prinzip) und ohne GPS macht dies keinen Sinn. Auch sind die Rotoren immer im Weg und im Bild, sie liegen ja unten. Insgesamt nicht seriös für Lasten zu gebrauchen. Sportlich kann nur im optisch gut sichtbaren Bereich geflogen werden.

– Sonstiges:
* Das Motor-Kontrollerboard einzeln ist im Handel für überteuerte € 499.- zu haben. Mir erschliesst sich der Sinn hier nicht. Die Elektronik unterscheidet sich nicht spürbar von € 50.- Reglern.
* Das Motor-Kontrollerboard ist unter dem Sensorboard angebracht und heizt somit alle Gyros, Beschleunigungs- und Magnetfeldsensoren. Ohne Luftstrom! Hallo Sensor-Drift!
* Die verbaute Graupner Hott-Anlage ist Duplex-fähig. Trotzdem werden die Daten vom Höhenmesser, GPS oder Akkuspannung nicht auf den Sender Übermittelt. Dies ist für mich absolut unverständlich, da die Graupner-Hott doch genau diese Funktionalität schon unterstützt.

– Fazit Überteuertes Spielzeug, das den Spieltrieb nicht befriedigen kann. Ich werde die Elektronik gegen angebrachteres und flexibleres auswechseln, dann sehen wir weiter…

– Empfehlung:
* für den Spassflug gibts deutlich Günstigeres, auch die Folgekosten betreffend!
* Für den ambitionierten Kopter-Piloten gibs deutlich flexibleres mit GPS, Wegpunkten und Stabilität für ähnliches oder geringeres finanzielles Engagement!

Patrice Rouge Mai 12, 2012 um  Uhr

Where can I buye this model , it is great?
Looking forward to your reply
Patrice Rouge