iPad

Technische Details des neuen iPad mini

von horchposten am 24. Oktober 2012 in Allgemein,iPad

Das neue iPad mini sieht aus wie ein zu heiß gewaschenes iPad 3. Es ist tatsächlich ganze 23 Prozent dünner und 53 Prozent leichter als ein iPad! Hier sind die ersten technischen Details des iPad mini:

Gehäuse: Das „optimierte Unibody-Gehäuse“ des iPad mini besteht aus Aluminium mit einer Länge von 200 mm, einer Breite von 134,7  mm und einer Dicke von 7,2 mm.

Gewicht: 308 g bzw. 312 g

Gehäusefarben: Schwarz und Graphit. Weiß und Silber

Display: Das neue iPad mini hat ein 7,9-Zoll Multi-Touch Display mit einer Auflösung von 1024 x 768 Pixeln und mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Trotz der kleinen Displaygröße sollen alle Apps problemlos laufen.

Prozessor: nur ein Dual-Core A5 – wie beim iPad 2

Betriebssystem: iOS 6

Speicher: Das iPad mini hat 16, 32 oder 64 Gigabyte Speicher.

Kameras: Alles wie beim iPad 3. Die iSight Kamera hat 5 Megapixeln und die FaceTime Kamera 2,2 Megapixel – und HD Videos sind natürlich auch möglich.

Connector: der neue Lightning Connector – Apple will die nächsten zehn Jahre an diesem Anschluss festhalten, ein Grund mehr um von den alten Kabeln langsam Abschied zu nehmen.

Mobilfunknetze: GSM/EDGE, UMTS, DC-HSDPA, HSPA, HSPA+ und LTE. Außerdem gibt es Bluetooth 4.0 und WiFi (802.11a/b/g/n und 802.11n).

Akku: Lithium-Polymer-Akku. Laut Apple mit einer Leistung für bis 9 Stunden Surfen über ein mobiles Netz, für bis zu 10 Stunden Video und für bis zu 10 Stunden Musik.

Preis: Das iPad mini wird in Deutschland ab 329 Euro erhältlich sein. Ab dem 26. Oktober kann das iPad mini vorbestellt werden, natürlich auch bei arktis.de.

Das neue iPad mini

Das neue iPad mini

Apple Keynote erstmals mit offiziellem Livestream

von horchposten am 23. Oktober 2012 in Allgemein,iPad

Tolle Neuigkeiten von Apple: Während der heutigen Präsentation in San Jose wird es einen offiziellen Livestream geben. Hier die Originalmeldung von Apple:

„Apple Special Event. Watch a live video stream of the special event online or via Apple TV starting at 10:00 a.m. PDT. Streaming video requires Safari 4 or 5 on Mac OS X Snow Leopard or later, Safari on iOS 3 or later, or QuickTime 7 on Windows.“ (Zur Erklärung: 10:00 a.m. PDT entspricht 19 Uhr deutscher Zeit.)

Mit einem Livestream direkt aus dem „California Center“ hatten wir nicht gerechnet. Parallel zum angekündigtem Livestream werden heute Abend auch zahlreiche Liveticker laufen. Wenn Ihr den Livestream nicht ohne Probleme über Apple TV oder iOS-Devices abrufen könnt, dann findet Ihr in unserer Tickerliste einige gute Alternativen.

Seid Ihr auch viel unterwegs und arbeitet häufig mit dem iPad im Zug oder Flugzeug? Dann braucht ihr einen iPad-Ständer der auf kleinen Tischen nicht nur einen sicheren Halt bietet, sondern in den beengten Verhältnissen auch leicht auf- und abbaubar ist. Außerdem sollte der iPad-Ständer so klein und platzsparend sein, dass er problemlos in der Aktentasche oder im Reisegepäck transportiert werden kann. Wir haben für Euch mal fünf passende Reisebegleiter herausgesucht:

Der Arkon Desk & Travel Stand ist leicht und faltbar. Der Ständer hält das iPad in unterschiedlichsten Winkeln sowohl im Hochformat, als auch im Querformat. Für 14,95 Euro ist der Desk & Travel Stand von Arkon erhältlich.

Der funktionale Coconut iPad Reiseständer kann schnell auseinander und wieder zusammen geklappt werden. An den Füßen des Ständers sorgen farblich abgesetzte Softpoints für höhere Standsicherheit – so wird das iPad im Hoch- und Querformat sicher gehalten. Für 19,95 Euro ist der iPad Reiseständer von Coconut erhältlich.

Der kleine Griffin Xpo besteht aus massivem Aluminium und kann sehr einfach zusammen geklappt werden. An der Unterseite sorgen gummierte Auflagepunkte für  sicheren und rutschfesten Stand. Für 29,95 Euro ist der Xpo Ständer von Griffin erhältlich.

Der Twelve South Compass Mobile Stand ist nicht nur etwas für unterwegs, sondern auch ein formschöner iPad-Ständer für Büro und Meeting. Der einklappbare Twelve South Compass ist aus massivem Edelstahl gefertigt und hält jedes iPad sicher und stabil in allen Lagen. Dieser hochwertige iPad-Ständer hat uns so überzeugt, das wir ihn in das exklusive Arktis*Luxury Sortiment aufgenommen haben. Für 39,90 Euro ist der Compass Ständervon Twelve South erhältlich.

Und was macht man, wenn die Platzreservierung nicht klappt und Ihr im Zug oder Flugzeug keinen Tisch habt? Dann ist Jobys Gorilla Mobile Halterung die Rettung. Bei diesem ungewöhnlichen und innovativen Produkt handelt es sich um eine Mischung aus Case und Halterung: Joby hat an einem Polycarbonat-Case zwei Arme mit sehr vielen Kugelgelenken angebracht. Mit diesem flexiblen System kann das iPad unterwegs einfach an der Armlehne eines Sitzes, an einer Kopfstütze, an einer Halterung oder irgendeinem Gegenstand angebracht werden. Und Notfalls auch … an Euch selbst. 😉 Für 44,95 Euro die Gorilla Mobile Halterung von Joby erhältlich.

Weitere iPad-Ständer und iPad-Halterungen sind im Store von Arktis.de zu finden – die Lieferung des iPad-Zubehörs ist versandkostenfrei.

UPDATE: Wir hatten am Wochenende kleine Probleme mit WordPress. Der vollständige Beitrag über E-Books ist jetzt Online.

Die Frankfurter Buchmesse endet 2012 mit einer guten Nachricht: In Deutschland scheint der elektronische Buchmarkt endlich die dringend benötigte Aufmerksamkeit unserer Verlage zu bekommen. Bisher sind E-Books für deutsche Verlage eher ein Nischenprodukt gewesen – und nicht mal die Hälfte der aktuellen Print-Ausgaben ist auch digital verfügbar. Das sieht in den USA ganz anders aus, doch laut Media Control wachsen jetzt auch bei uns die E-Book-Umsätze rasant. Und die hervorragenden Absatzprognosen für E-Books und E-Reader wurden auch von den Verlagen bemerkt.

Infografik von Statista: Absatzprognose für E-Books und E-Reader in Deutschland

Was die obige Infografik von Statista nicht zeigt: Nicht nur die Preise für E-Books, auch die Preise für E-Reader sinken. Für Media Control sind daher die günstigen E-Book-Reader ein wichtiger Faktor für den Erfolg von E-Books. Doch auch den iPad – und den neuen iPad mini – darf man als Lesegeräte nicht unberücksichtigt lassen.

Zwar sind viele Journalisten der Meinung, dass E-Reader eine Zukunft neben iPads haben, doch auf der Frankfurter Buchmesse konnte man bereits die nächste Stufe der digitalen Umwälzung erleben: „Multimediale Bücher“. Der Carlsen-Verlag hat beispielsweise für Kinder und Jugendliche interaktive und multimediale Bücher für die iOS-Geräte von Apple entwickelt. Auf den schlichten E-Readern von Thalia und Weltbild werden diese Bücher wohl nie veröffentlicht werden.

Auf der Frankfurter Buchmesse scheinen die meisten Aussteller die E-Reader und iPads nicht mehr als Bedrohung, sondern als echte Chance zu sehen. Selbst der Börsenverein des Deutschen Buchhandels will im Internet eine Bibliothek aufbauen und dort 1000 E-Books zum Ausleihen zur Verfügung stellen.

Auch wenn sich der elektronische Buchmarkt in Deutschland endlich positiv entwickelt, nach einer Prognose der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC scheinen hohe Wachstumsraten in vielen Weltregionen noch in ferner Zukunft zu liegen.

Infografik von Statista: Wieviel wird weltweit für E-Books ausgegeben?

Dagegen gehört in Amerika den E-Books nicht nur die Zukunft, sondern bereits die Gegenwart. Und es waren Steve Jobs und Jeff Bezos, die auf ganz eigenen Wegen den Wandel voran getrieben haben. So betätigt sich Amazon auch als Verlag und lockt neue Leser mit extra geschriebenen Fortsetzungsromanen. Für 1,99 Dollar bekommt man täglich eine neue Lieferungen an Lesestoff – und wird so an den Kindle gebunden. Apple setzt auch auf Romanexperimente, so können die Leser von  „The Silent History“ den weiteren Verlauf der Handlung mitbestimmen.

Für Nordamerika prognostizieren die Analysten von PwC für dieses Jahr einen E-Book-Umsatz von 4,3 Milliarden US-Dollar, in ganz Westeuropa sollen es dagegen nur 574 Millionen sein. Doch auch in Europa wird der elektronische Buchmarkt weiter wachsen: Neue E-Reader und Tablet-Computer werden veröffentlicht, immer mehr Autoren werden Amazon und Apple zum Selbstverlag nutzen und die E-Books werden vielfätiger und interaktiver werden.

(Bildnachweis: Die Infografiken über die Absatzprognose für E-Books und E-Reader und die Prognose über E-Book-Ausgaben wurden von Felix Richter und Mathias Brandt für die Statista GmbH erstellt und unter Creative Commons-Lizenz CC BY-ND 3.0 veröffentlicht.

Mehr Infografiken zu Medien, Verlagswesen und Buchhandel, sowie Statistiken und Studien zu vielen weiteren Themen, sind über die deutsche Website und die amerikanische Website der Statista GmbH zu finden.)

Laptopverbot im Kieler Landtag?

von horchposten am 27. September 2012 in Allgemein,iPad,iPhone

Ach ja, im Norden ist die Welt noch in Ordnung und das 21. Jahrhundert in weiter Ferne. Das war zumindest unser erster Gedanke, als wir folgende Meldung gelesen haben: Laptopverbot im Kieler-Landtag. Ist in Schleswig-Holstein die moderne Technik etwa Teufelszeug, das man verbannen muss? Vom ehrwürdigen Ältestenrat des Landtags wurde tatsächlich folgendes beschlossen:

„Während der Sitzungen des Landtages dürfen ausschließlich mobile Computer, die geräuschlos ohne Lüfter oder mechanische Tastatur laufen und keinen aufklappbaren Bildschirm haben (sog. Tablet-Computer) sowie internetfähige Mobiltelefone (sog. Smartphones) genutzt werden.“

Anstatt ein Laptopverbot zu erlassen hätte der Ältestenrat auch einfach leise Computer fordern können. Immerhin sind iPhones und iPads den schleswig-holsteinischen Abgeordneten noch erlaubt, dagegen fallen die üblichen iPad-Tastaturen wohl unter das Verbot. Und nun? Wir haben für die Abgeordneten des Kieler Landtags die optimale Lösung: Die Lasertastatur von Celluon!

Der Magic Cube von Celluon projiziert mit Laserlicht eine Tastatur auf jeden Landtagstisch. Mit so einer Tastatur aus Licht können die schleswig-holsteinischen Abgeordneten weiterhin schnell und einfach ihre Texte und Mails tippen. Zudem passt der kleine Magic Cube problemlos in jede Abgeordnetentasche – so bleibt genug Platz für Akten, Sitzungsvorlagen, Umlaufmappen, Protokolle und sonstige Unterlagen.

Für 149,90 Euro ist der Magic Cube von Celluon im Store von Arktis erhältlich – die Lieferung der Lasertastatur ist versandkostenfrei.

Wahrscheinlich wird jedoch der Ältestenrat auch das teuflische Laserlicht bald verbieten – direkt nach Nutzung von sozialen Netzwerken. Was man sich in Schleswig-Holstein bei diesen technikfeindlichen Beschlüssen so denkt, werden wir leider nicht erfahren – man will Sitzungsprotokolle des Ältestenrates für vertraulich erklären.

Neue YouTube-App für iOS 6 im App-Store

von horchposten am 25. September 2012 in Allgemein,iPad,iPhone

Bislang war die aktuelle YouTube-App für iOS 6 nur im US-Store zu finden, doch jetzt ist die Video-App auch in Deutschland für den App-Store freigegeben. Das wurde auch Zeit, denn iOS 6 wurde bisher mehr als 100 Millionen Mal heruntergeladen.

Laut Google kann die neue YouTube-Appj auf alle verfügbaren Videos zugreifen. Das war in der Vergangenheit wohl nicht der Fall, doch jetzt sollt Ihr bei YouTube „zehntausende Videos“ zusätzlich zur Auswahl haben.

Die neue App hat ein moderneres Interface, gut strukturierte Menüs und alle wichtigen YouTube-Funktionen. Ihr habt problemlos Zugriff auf Playlist, Favoriten und die verschiedenen Kanäle. Wenn Ihr eingeloggt seid, werden auch die abonnierten Kanäle angezeigt. Google hat die Suche überarbeitet und die Bedienung mit Autovervollständigen und Spracherkennung vereinfacht. Das Anzeigen von Werbung vor den Videos könnt Ihr deaktiviert.

Allerdings ist die YouTube-App zur Zeit noch nicht für den 4 Zoll Retina-Display des neuen iPhone 5 optimiert und unterstützt deshalb nicht das 16:9 Format – Ihr bekommt daher am oberen und unteren Display-Rand schwarze Balken zu sehen. Und auch die Besitzer von iPads müssen noch auf eine eigene Version warten – aber laut Google soll zumindest die iPad-App schon demnächst erscheinen.

Bei der Präsentation der iOS-App hat Andrey Doronichev gesagt: „You’ve already shown us you love YouTube on mobile – to the tune of 1 billion mobile views a day – so we can’t wait to see what you think about this new experience.“ Die neue iOS-App steht für iPhone und iPod touch zum kostenlosen Download im App-Store bereit. Alternativ könntet Ihr YouTube auch noch über die mobile Website aufrufen.

Apple hat in der Tat ein Kartenproblem…

von Rainer Wolf am 25. September 2012 in Allgemein,iPad,iPhone

… irgendwie haben die Entwickler der neuen Apple Karten App ordentlich einen drauf gemacht bevor Sie den neuen Dienst entwickelt haben oder TomTom hat einfach schlicht sch*** Daten geliefert. Sucht´s Euch aus. Anders sind solche Treffer wohl nicht zu erklären, oder? (via Saschalobo) 😉

Straßen rund um Tarsdorf...

Straßen rund um Tarsdorf...

Heute erscheint iOS 6 !!!

von Rainer Wolf am 19. September 2012 in Allgemein,iPad,iPhone

Apple veröffentlicht heute abend das neue iOS 6 Betriebssystem, das wahrscheinlich so ab 19 Uhr zum Download bereit steht. Teilt uns doch im Kommentarfeld oder auf unserer Facebookseite Eure ersten Erfahrungen dazu mit, wenn Ihr Lust habt. Wir sind gespannt auf den nächsten Apple Quantensprung und immer steht noch ein mögliches „One more Thing….“ im Raum…. abwarten.

Apple bringt heute iOS 6

Apple bringt heute iOS 6

Erster Test: Apple Earpods Ohrhörer

von Rainer Wolf am 19. September 2012 in Allgemein,iPad,iPhone

Mit dem neuen iPhone 5 gibt es auch komplett neue Apple Ohrhörer, die Earpods. Heute erhielten wir die erste Lieferung Apples neuer Wunderkopfhörer in der ungewöhnlichen Earpods Form inkl. Kabelfernbedienung und eingebautem Micro um mit dem iPhone zu Telefonieren. Nach einen ersten Test stellen wir fest: Apple hält was es mit seinen neuen Ohrhörern versprochen hat, die neuen Earpods klingen deutlich besser (wesentlich präsentere Bässe und kristallklare Höhen) als die alten Apple Kopfhörer und sitzen perfekt im Ohr. Ob die Earpods auch joggingtauglich sind wird sich noch zeigen müssen, aber bei unserem kleinen Studiotest auf arktis.de TV überraschte uns die überzeugende Klangqualität der Ohrhörer. Für 29,- Euro könnt Ihr jetzt die Apple Earpods auf arktis.de bestellen unter diesem Link.

Erster Earpods Test bei arktis.de

Erster Earpods Test bei arktis.de

Earpods

Earpods

Meine Bahn-App und ich

von horchposten am 17. September 2012 in Allgemein,Behind the Scenes,iPad,iPhone

Wir waren wieder in Deutschlands größtem mobilen Büro unterwegs – der Deutschen Bahn. Kurz gesagt: Alle hatten die „DB Tickets App“ genutzt, alle die richtigen Tickets auf den richtigen Geräten dabei und alle saßen im richtigen Zug – trotzdem hatten wir einen Schwarzfahrer in unserer Runde. Wie konnte das passieren?

Im Januar 2012 sind wir durch eine Meldung bei Mac & i auf die Bahn-App aufmerksam geworden. Mit einer „DB Tickets App“ aus dem iTunes-Store sollte ein Zugticket nicht mehr per MMS versendet werden, sondern auf Apple-Geräten gleich über die App verfügbar sein. So sollte auch das lästige Ausdrucken der Online-Tickets entfallen.

Hörte sich gut an – und nach dem Download hat die Bahn-App auch wunderbar funktioniert. Probleme mit der App, mit einem Ticket oder mit einem Zugbegleiter hatte bisher keiner von uns. Doch diese schöne Zeit endete leider, denn das Ticket auf dem iPad unseres Kollegen wurde plötzlich von einem Zugbegleiter nicht akzeptiert. Das „digitale Ticket“ sei auf einem “Tablet-Computer” nicht gültig, unser Kollege daher ein „Schwarzfahrer“.

Wir haben den Zugbegleiter auf den iTunes-Store verwiesen, denn dort steht: Die „DB Tickets App“ ist kompatibel mit iPhone, iPod touch und … dem iPad. Doch Kompatiblität hat den Zugbegleiter nicht interessiert. Im Beschreibungstext der App stehe ja, dass man ein „Handy-Ticket“ kauft. Dadurch würde das iPad doch automatisch ausgeschlossen, denn damit könnte man ja nicht telefonieren.

Was ist mit Voice over IP oder Video-Telefonie über Skype und Facetime? Unsere Not-Argumente wurden vom Zugbegleiter nicht akzeptiert. Im Gegenteil: Wenn unser Kollege schon mit seinem iPad ins Internet gehen kann, dann hätte er ja gleich ein “Online-Ticket” kaufen können. Sein ungültiges “Handy-Ticket” hätte er auf dem iPad auch über die “Buchungsrückschau” als “Online-Ticket” abrufen können – das würde dann in ausgedruckter Form als gültig akzeptiert. (Wohlgemerkt: Das ausgedruckte “Online-Ticket” wäre dann mit dem zuvor ungültigen Ticket völlig identisch!) Tja – leider hatten gerade wir keinen Drucker im Reisegepäck. Es nutzte kein Reden und kein Argument, der Zugbegleiter blieb hart und kassierte von unserem Schwarzfahrer.

Sind die Bahn-Tickets auf dem iPad wirklich ungültig? Obwohl die Deutsche Bahn ihre „DB Tickets App“ für iPhone und iPad ausdrücklich als Teil ihres mobilen und reisebegleitenden Service bewirbt? Einen halben Tag haben wir mit der Service-Hotline der Bahn verbracht, um am Ende zu erfahren: Der Zugbegleiterer hatte recht! Zwar steht in den Beförderungsbedingungen der Bahn:

“Bei der Fahrkartenkontrolle hat der Reisende (…) die App “DB Tickets” mit Anzeige des Barcodes oder der Fahrkartendaten auf dem Display des mobilen Endgerätes bei aktivierter Hintergrundbeleuchtung vorzuzeigen.”

Doch solch ein mobiles Endgerät erkennt die Bahn bei Apple nur das iPhone an! Bei der Formulierung der Beförderungsbedingungen ist offenbar nicht ans iPad – oder ähnliche Geräte – gedacht worden. Diese Beförderungsbedingungen stammen außerdem noch vom Dezember 2011 – und sind damit ein halbes Jahr älter, als unsere Version der “DB Tickets App”. Wer der Bahnwerbung glaubt und die App auf dem iPad nutzt, der ist tatsächlich ein Schwarzfahrer!

So ein Ticket-Fehlkauf per iPad – samt peinlicher Diskussion im überfüllten Abteil – kann nicht nur unserem Kollegen passiert sein. Es müssen im letzten halben Jahr doch hunderte von Beschwerden bei der Bahn eingegangen sein. Und trotzdem aktualisiert niemand die Beförderungsbedingungen, ändert die Werbung oder streicht im App-Store einfach iPad und iPod touch aus der Liste der kompatiblen Geräte? Unglaublich!

Was bleibt als Erkenntnis: Ein regulär gekauftes Ticket ist für die Deutsche Bahn noch lange kein gültiges Ticket.

1. UPDATE: Scheint so, dass Zugbegleiter die Tablets allgemein ablehnen. Ein Leser hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass auch das Google Nexus seiner Bekannten nicht als “mobiles Endgerät” akzeptiert wurde.

Ihr Erlebnis mit der Deutschen Bahn beschreibt Nicole Ebbers auf antischokke.de recht anschaulich. Ihre Lösung für das Ticket-Problem: Sich über die “Buchungsrückschau” das ungültige Ticket als MMS auf das Smartphone zusenden lassen – auch dann hat man wieder ein gültiges Ticket.

Ebbers fragt sich natürlich auch: Warum wird von der Deutschen Bahn im Play-Store eine App für das Nexus 7 angeboten, wenn man die Tickets dann auf dem Nexus nicht nutzen kann?

2. UPDATE: Auf Facebook hat sich die Bahn zwar einer Stellungnahme enthalten, aber auf Twitter hat man sich zur Problematik geäußert: „Das Handy-Ticket/Online-Ticket bitte nicht per iPad vorzeigen.“ Es wurde auch gefragt, warum es die App trotzdem für das iPad gibt. Die Bahn-Antwort: „Dies ist dem Fachbereich bereits bekannt und noch in Klärung.“